Swissgrid Unterwerk Sursee
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Swissgrid Unterwerk Sursee

Effiziente Erneuerung der 220-kV-AIS-Anlage

Die 220-kV-Freiluft-Schaltanlage in Sursee ist seit 1981 in Betrieb und hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Swissgrid hat entschieden, an derselben Stelle eine moderne Anlage zu errichten, die den aktuellen technologischen und ökologischen Anforderungen entspricht.

Unter der Leitung von PFIFFNER Systems AG umfasste das aktuelle Projekt die Erneuerung der 220-kV-Freiluftschaltanlage mit folgenden wesentlichen Massnahmen:

  • Demontage und Entsorgung der vorhandenen Armaturen und AIS-Geräte, einschliesslich Gerüstbau, Fundamente, Seile, Klemmen und weiterer zu ersetzenden Bauteilen.
  • Erneuerung der 220-kV-Konfiguration in vier Feldern (neue 220-kV-Bauteile) und Nachrüstung einer neuen Sammelschienen-Längstrennung mit Pantographen und neuen Fundamenten.
  • Lieferung und Installation der neuen AIS-Geräte, einschliesslich Gerüstbau.
  • Erneuerung des Erdungssystems in den AIS-Feldern gemäss Swissgrid-Standards und Anschluss der neuen Elemente an das aktualisierte Erdungssystem (z. B. die neuesten AIS-Geräte).
  • Fundamente für den Schnittstellen-Schrank und Verkabelung aller AIS-Geräte zu diesem Schrank.
  • Schutzbarrieren innerhalb der AIS-Anlage.

     

Vorbereitungsarbeiten und Materialbeschaffung

Die gesamte AIS-Schaltanlage, einschliesslich Tiefbau- und Betonarbeiten, musste innerhalb von nur neun Monaten ersetzt werden. Dies erforderte eine sorgfältige Planung des Projektablaufs. Unser primäres Ziel war es, das Projekt als erstes schlüsselfertiges 220-kV-Unterwerk unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Terminen, Qualität und Kosten abzuschliessen.

Unmittelbar nach der Auftragserteilung begannen wir mit den Vorbereitungsarbeiten. Die Werkabnahmen der Komponenten (FATs) sowie die Sicherstellung, dass die richtigen Materialien zur richtigen Zeit vor Ort sind, waren entscheidend.
 

Bauphase und Fortschritt

Die Arbeiten begannen planmässig Mitte Februar 2024. In der ersten Phase stand der Rückbau der „Gösgen“-Leitung und des Transformatorfeldes an. Dazu wurde auf dem letzten Freileitungsmast eine Struktur, ein sogenanntes „Tripod“, errichtet, an dem die beiden 220-kV-Leitungen angeschlossen und in das Mettlen-Feld geführt wurden.

In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 12 Personen, darunter Sekundär- und Primärtechniker sowie Auftragnehmer, auf engem Raum. Ein Teil der Anlage blieb in Betrieb und war nur durch einen Schutzzaun abgetrennt. Daher wurde die Arbeit kontinuierlich von einem ArV (Aufsichtsperson) von HAVECO überwacht.

Dank des Engagements aller Beteiligten gab es keine wesentlichen Verzögerungen. Trotz widriger Wetterbedingungen hielten wir den Zeitplan ein und schlossen die beiden Etappen der Erneuerung im Juni respektive im Oktober 2024 erfolgreich ab. Die Anlage wurde erfolgreich an Swissgrid übergeben und wurde in Betrieb respektive ans Netz genommen.

Als erstes Schlüsselprojekt von Swissgrid im Höchstspannungsbereich stellte uns dieses Vorhaben vor einige herausfordernde Fragen, die wir jedoch durch gemeinsamen Einsatz und erfolgreiche Lösungen bewältigten. Diese Erfahrung hat uns optimal auf zukünftige Projekte vorbereitet, und wir sind bereit, weiterhin aktiv an der Gestaltung des Netzes der Zukunft mitzuwirken.

Ein besonderer Dank geht an unsere externen Partner, insbesondere das Bauunternehmen Witschi aus Langenthal, sowie an unsere internen Partner wie PFIFFNER Messwandler (Schweiz und Deutschland), ALPHA-ET, MOSER GLASER und die Unterstützung der Geschäftsleitung.